Ernährung

"Ist auch der Vater einer Krankheit unbekannt,
die Mutter ist immer die Ernährung"
Chinesisches Sprichwort

Vielen Tierbesitzern ist nicht genug bewusst, wie viel Einfluss die Ernährung auf die Lebensqualität, -gesundheit und -erwartung des Hundes hat. Das manche Fütterung gut gemeint und in bester Absicht erfolgt, aber trotzdem leider falsch ist, spiegelt eine Tatsche wider, die sich in vielen Erkrankungen (z. B. Diabetes mellitus, Gelenkerkrankungen, Nieren- und Leberleiden, Allergien, Krebserkrankungen und weitere) der Hunde äußert. Diabetes mellitus z. B. ist eine der häufigsten endokrinen Erkrankungen des Hundes. Des Weiteren nimmt das Übergewicht der Hunde stetig zu. In Westeuropa sind ca. 35% aller Hunde zu dick! Dies belegen entsprechende Untersuchungen.

Durch meine Ausbildung zur Tierheilpraktikerin habe ich mich ausführlich mit dieser Thematik auseinander gesetzt und viele Erfahrungen gesammelt. Seit dem bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass sich eine gesunde, abwechslungsreiche und ausgewogene Mischfütterung, bestehend aus den Komponenten trocken, nass, roh und gekochtem Futter, das auf die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Hundes täglich abgestimmt wird, sich sehr bewährt. Gerade die individuelle, nach der Leistung des Hundes, gegebene Fütterung entspricht den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Individuell angepasstes Futter orientiert sich an der Rasse, dem Geschlecht, der Leistung, sowie dem Temperament des Hundes. Als was wird der Hund gehalten? Z. B. als Sporthund, Rettungshund, Schlittenhund oder als Familienhund und wie viel Bewegung hat er. Dies ist ja auch zum Beispiel jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen. Genauso zu beachten sind rassetypische Unterschiede. Die gängigen Futtermittelhersteller weisen m. E. nur ungenügend auf diesen Sachverhalt hin. Es gibt zwar ausführliche Fütterungshinweise, allerdings sind das nur Richtwerte! Für Unkundige ist es oft sehr schwer sich von dem „vorgeschrieben“ Hinweisen zu lösen und sich einmal die Mühe zu machen, selbst zu berechnen was ihr Hund gerade braucht. Ich höre immer wieder, der bekommt doch nur xyz-Futter und genau das was dort angegeben ist. Trotzdem ist er viel zu dick. Ich rate dann immer erst mal das genaue Gewicht des Hundes zu ermitteln, es ist ja oft nur ca. bekannt und weiterhin sich dann als „grobes Mittel“ zur Ermittlung des Übergewichtes an der letzten Rippe (Fleischrippe) zu orientieren. Sie muss gut fühlbar sein. Ein gutes Kriterium, das richtig gefüttert wird, ist immer eine stabile Gesundheit und ein stabiles Gewicht, aber auch der Fellzustand und der Kotabsatz.

Mit der Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln rate ich sehr zur Vorsicht, wenn sie nicht zwingend erforderlich sind (Ausnahme ist eigentlich nur eine massivere Erkrankung, und evt, Hündinnen in der Laktationsphase). Bei einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung bedarf es keiner Gabe von Vitaminen und anderen Stoffen. Sie können sogar das Gegenteil bewirken. Zwei Beispiele hierfür: Vitamin A und Vitamin C.

Zu Erläuterung:

Vitamin A ist wichtig für Sehkraft, Haut und Schleimhäute, Haarwachstum, Abwehrkräfte, sowie für die Entwicklung und Ausbildung von Zellen. Hunde, die an Leber, Nieren, Schilddrüsen oder Infektionen erkrankt sind, brauchen mehr Vitamin A. Ausgeschieden wird Vitamin A über den Harn in Retinol oder Retinol-Estern. Weil dieses Vitamin fettlöslich ist, wird es bei einer Überdosierung im Körper gespeichert. Eine Überdosierung zeigt sich z. B. am Fellzustand (Fellverlust).

Vitamin C ist beteiligt an der Bildung von Serotonin, das für Empfindungen wie Müdigkeit und Sättigung verantwortlich ist, und an antioxidativen Vorgängen, an der Bildung von Adrenalin und Noradrenalin, der (Stress-) Hormone der Nebenniere, an einer verbesserten Eisenaufnahme im Dünndarm, an der Abfuhr giftiger Schwermetalle und an der Stärkung des Immunsystems, weil Abwehrzellen mit erhöhter Aktivität gebildet werden. Nebenwirkungen bei höheren Dosierungen können Blähungen, Durchfall und Magenbeschwerden sein.

Lassen Sie sich auch nicht einreden, dass jede Mahlzeit ausgewogen sein muss. Die Ausgewogenheit der Ernährung wird über Wochen erreicht! In den gesamten Tagesbedarf müssen auch alle zusätzlichen Futtergaben wie Kauknochen, Rinder- oder Schweineohren Pansenstangen, Ochsenziemer und „Häppchen“ mit einberechnet werden! Wenn ihr Hund gern Obst frisst, ist dies eine gute Möglichkeit die Belohnungshappen z. B. auf „obstiges“ umzustellen.

Aber wie nun richtig füttern werden Sie sich fragen? Dafür gibt es leider kein Patentrezept! Sie sehen dieses Thema hat es in sich. Durch meine Ausbildung zur Tierheilpraktikerin & auch als Züchterin von Langhaarzwergteckeln habe ich mich speziell & ausführlich für Hunde mit dieser Thematik auseinandergesetzt und viele Erkenntnisse gewonnen, die ich Ihnen gern in einer ausführlichen Beratung weitergebe. Gern können Sie hierzu einen Termin mit mir vereinbaren.


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